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Lynch Bages 1961 75cl

5eme Grand Cru Classé | Pauillac | Bordeaux | Frankreich
CHF 810.75
Rezensionen & Bewertungen
19 Rene Gabriel
1987 zwei Abfüllungen, einmal vom Château, einmal von Mövenpick. Die Mövenpick-Abfüllung war konzentrierter und hatte mehr Fleisch. Unter der Weinstruktur schimmerte ein Superjahr mit Rustikalität durch. Wenn ich die Grammatik anderer grosser Weine vergleiche, so zeigt sich, dass Lynch-Bages jetzt mit seinen Reserven schon ausgeglichen wirkt und so um 1992 herum seinen Höhepunkt erreichen wird. Auch später begegnete ich immer wieder Château-Füllungen und Mövenpick-Flaschen. Der Tanz bewegte sich stets zwischen 16/20 und 17/20 Punkten. 98: Dunkles Granat, feiner Wasserrand. Defensives Bouquet; immer mehr öffnend, zeigt sich noch vielschichtiger, sogar verdeckte Röstaromen kommen zum Vorschein, korinthig, rotbeerige Fruchtresten, pfeffrig. Fleischiger, konzentrierter Gaumen, viel stützende Tannine. Ein Brocken von einem bourgeoisen Wein, der sich noch lange halten wird (17/20). 04: Irgendwie war mir klar, dass es sich beim blind eingeschenkten Wein um einen 1961er aus dem Pauillac handeln sollte. Und so rätselte ich an der Mittagstischrunde von Michael Drescher fleissig mit: Einen so perfekten Lynch 61 hatte ich bisher noch nie im Glas. Zwar zeigte auch dieser rustikale Anflüge, gleichzeitig jedoch gewisse Finessen. Im Gaumen eine unbändige Cabernet-Süsse mit Orangeat, Röstmandeln und wildem Rosmarin, im Finale Rauch und schwarze Trüffel. 08: de Luze-Afüllung: Leicht aufhellendes, intaktes Weinrot. Offenes, saubere Bouquet, rotbeerige Noten gekochte Rotpflaumen, dezent buttrige Moccajogurtnote. Saftig, fein und elegant fast schon milchig, Giandujanoten, trinkt sich wie ein ganz besonderer, feiner, reifer Rioja. (18/20). 08: Mövenpick-Abfüllung: Intaktes, dichtes Granatrot, aufhellender Rand. Zeigt eine delikate Süsse, immer noch Cassisspuren, zarte Kräuternoten, Zitronat, Heitznuancen, stützende Süsse. Saftig, fein und mit einer tollen Süsse im Extrakt austegsattet, leicht erdig, Humus und Kochschokonoten, gefällt in der Nase etwas besser als im Gaumen, auf der Zunge und seitlich am Rachenraum immer noch viel Tannine aufweisend. (18/20). 08: Magnumflasche, Barrière Frères-Abfüllung: Sehr dunkle Farbe, noch wenig Reifetöne. Oxydiert. Muss sich wohl um eine zu warm gelagerte Flasche gehandelt haben, denn die anderen Händler- und auch die Chüâteaufüllung war deutlich besser. Keine Bewertung! 08: Châteaufüllung - neben drei diversen Hädnlerabfüllungn im direkten Vergleich verkostet. Dunkles Granat, noch sehr jugendlich. Eine traumhafte Süsse aufweisend, Gebäcknoten, Brotkruste, Pflaumen, Lakritze, ein Hauch Brazil-Tabak, köstliches, reifes Cabernet-Médocbouquet. Im Gaumen fest und hoch fein, eine geniales Süsse im Gaumen, parfümiert Torftnoten, stalliger Touch. Das ist ein so richtig, grosser, klassischer Lynch Bages, wie man sich ihn damals vorstellte. Da ist noch viel drin und der Wein kann nich viele Jahre so grosse Freude bereiten. (19/20). 10: Händlerfüllung, aber Originaletikett (ohne den Vermerk: mise en bouteille au Château, links im Kreis über der Jahrgangszahl). Fast schwarz. Eingedickter Birnensaft und Kakaobutter in der Nase, Pumpernickelbrot, schöne Terroirexpression, dezent volatile. Im Gaumen Frühstückspflaumenmus, aussen noch muskulös aber mit leicht gezehrten Tanninen, etwas inkonsistent, aber vom Geschmack sehr gross. (18/20). 11: Abfüllung Barrière Frère, Pauillac: Magnum. Dunkles Weinrot mit satter Mitte, feiner Rand aussen. Leicht trocken, zart minzig, zeigt recht gutes Terroir mit Tiefenanzeige, Perubalsam, also Kräuter und Zimt. Im Gaumen kommt dann doch viel mehr Aromatik als in der Nase vermutet, fleischig, dicht, konzentriertes Extrakt, warmer Cabernet Sauvignon, viel Kraft und an der Luft zulegend. So richtig gewinnt er erst, wenn Fleisch auf dem Teller ist. (19/20). 12: Dunkel leuchtend, wenig Reifetöne. Animalisches Bouquet, Pferdesattel, Kampfer, Torfnoten, viel Tabak, getrocknetes Stroh, schwarze Pfefferkörner. Fester Gaumen, im pfeffrigen Extrakt einen Hauch Eucalyptus zeigend, wirkt noch jung und ung
95 Robert Parker
Still a spectacular wine, the 1961 defies mortality. It has been at its peak for nearly 15 years, yet it shows no signs of losing its fruit and drying out. The color is a dark garnet with orange/amber at the edge. The profound bouquet has the magnetic allure that leaves great Bordeaux unmatched for complexity. Sweet notes of dried fruits, herbs, tobacco, smoke, and roasted meats are followed by an opulently-textured, thick, nearly viscous wine with high glycerin, ripe, jammy fruit, and an intoxicating combination of glycerin, extract, and suppleness. The wine holds in the glass without cracking up, and has a good 40-45 second finish. There is no telling how much longer this 1961 will retain its magic, but it is still a classic. Anticipated maturity: now-2010.
Hersteller
Château Lynch Bages
Außerhalb Pauillacs, auf dem Plateau de Bages, einer der schönsten Kies-Anhöhen der Appellation, liegt mit Blick auf die Mündung der Gironde das Château Lynch-Bages. Einst war es im Besitz der irischstämmigen Familie Lynch, bis es 1934 von Jean-Charles-Cazes erworben wurde. Seit den 80er Jahren wurde es von Jean-Michel Cazes einer grundlegenden Modernisierung unterzogen, wobei Wert darauf gelegt wurden, den alten Gärkeller aus dem 19. Jahrhundert zu erhalten. Dieser ist ein seltenes Beispiel für traditionelle Weinbereitungsgegenstände, wie sie vor vielen Jahren im Médoc verwendet wurden. Jean-Michel übergab die Leitung des Besitzes 2006 an Sohn Jean-Charles und widmete sich dem Projekt, dem benachbarten Village de Bages neues Leben einzuhauchen. Die Weine von Lynch-Bages spiegeln die Familientradition von Großzügigkeit und Vorzüglichkeit wider. Lynch-Bages kombiniert Struktur mit Finesse und Eleganz, mit großzügigen Aroman beim jungen Wein und der Ausbidlung tieferer Komplexität mit zunehmendem Flaschenalter. Der Zweitwein Echo de Lynch-Bages ist rund, weich und in seiner Jugend verführerisch, mit herausragendem Potential für die Flaschenlagerung. Das Anwesen produziert auch einen feinen weißen Bordeaux, Blanc de Lynch-Bages, ein lebhafter und schnittiger Wein mit frischer Frucht und weißen Blütenaromen, verwoben mit delikaten Holz- und Vanilletönen.