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Rezensionen & Bewertungen
18 Rene Gabriel
Gibt es unterschiedliche Flaschen? Zwei Notizen lagen bei 11/20 Punkten. Die erste 1987: Ein wässriger d'Yquem, der bereits in der End-Kaffeephase war. Ist wohl die unterste Qualitätsstufe, um überhaupt noch einen d'Yquem zu produzieren. Und fünf Jahre später wieder: Caramel vermischt sich mit cerealem Ton, Sherry-Note. Im Gaumen gezehrt und zähflüssig, malzig, starker Gerstenton im Nachgeschmack. Nach 30 Minuten war er total oxydiert. 1998 erlebte ich eine sensationelle Flasche in München: Bräunliches Gold-Orange. Herrlich nach Orangenschalen duftendes Bouquet; reif und füllig, fast buttrig. Toller Gaumen, viel Süsse, helle, reife Früchte, Pektin, Apfelmus. Für dieses schwierige Jahr eine unglaubliche Leistung! trinken
Hersteller
Château d'Yquem
Fünfundfünzig Kilometer südlich der Stadt Bordeaux liegt das zauberhafte, 400 Jahre alte Château d’Yquem mit atemberaubendem Blick auf das Sauternes-Tal. Dieses berühmte Weingut genießt weltweites Ansehen als einer der besten Süßweinproduzenten Frankreichs. Nach über zwei Jahrhunderten verkaufte die Familie Lur Saluces das Anwesen 1999 an LVMH. Die sonnenüberfluteten Weinberge mit über 100 Hektar Ausdehnung profitieren von dem frischen Morgennebel und werden peinlichst genau Traube für Traube gelesen. Die ungefiltert abgefüllten Weine reifen mehr als drei Jahre in neuen Eichenfässern, unter Aufsicht von Winzer Pierre Lurton, vormals Direktor des Château Cheval Blanc, der seit 2004 für die Vinifikation zuständig ist. D’Yquem-Weine verteidigen ihren Status als Premier Cru Supérior spielend, denn ihre Kombination aus Feinheit, Kraft und femininer Stärke ist bislang unerreicht. Trotz enormer Produktionsmengen sind dies Spitzenweine, die ihren höchsten Ausdruck im Grand Vin des Hauses, Yquem, finden.