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Rezensionen & Bewertungen
19 Rene Gabriel
98: Dunkles Orange-Rotgold. Offenes, nach Vin Santo duftendes Aroma, Rauchnoten; wirkt sanft trocken, kandierter Honig darin. Reicher, konzentrierter Gaumen, satter Körper, Quitten und gedörrte Aprikosen im malzigen Finale (18/20). Als Abschluss der grossen Magnum-Probe in Hamburg stand dieser Yquem (aus einem vermeintlich grossen Jahr) neben dem Yquem 1982 (aus einem vermeintlich grossen Jahr). Mir gefiel der Jüngere wesentlich besser, weil die Frucht, die Süsse und die Säure schöner miteinander harmonieren. Der Yquem 1953 zeigte sich früher ja schon etwas trocken, was ihm zwar zu einem exorbitanten Bouquet verhilft, welches dann aber letztendlich mehr verspricht, als der Gaumen hält. Die Aromen sind schon stark im kandierten und auch defensiv beginnend oxydativen Bereich und entwickeln nach längerem Luftzutritt bereits Lorbeerblatt- und erste Currynoten. (18/20). 13: Dunkles Goldgelb mit Khaki-Schimmer. Pfeffriges Bouquet, kandierter Honig, Bitterorange, Safran, frische Feigen und intensiven Grand-Marniertouch zeigend. Im Gaumen konzentriert, enorm rassig und doch irgendwie verspielt bleibend, endet wieder mit Honig und einer ausufernden Ration von Dörraprikosen.austrinken
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Château d'Yquem
Fünfundfünzig Kilometer südlich der Stadt Bordeaux liegt das zauberhafte, 400 Jahre alte Château d’Yquem mit atemberaubendem Blick auf das Sauternes-Tal. Dieses berühmte Weingut genießt weltweites Ansehen als einer der besten Süßweinproduzenten Frankreichs. Nach über zwei Jahrhunderten verkaufte die Familie Lur Saluces das Anwesen 1999 an LVMH. Die sonnenüberfluteten Weinberge mit über 100 Hektar Ausdehnung profitieren von dem frischen Morgennebel und werden peinlichst genau Traube für Traube gelesen. Die ungefiltert abgefüllten Weine reifen mehr als drei Jahre in neuen Eichenfässern, unter Aufsicht von Winzer Pierre Lurton, vormals Direktor des Château Cheval Blanc, der seit 2004 für die Vinifikation zuständig ist. D’Yquem-Weine verteidigen ihren Status als Premier Cru Supérior spielend, denn ihre Kombination aus Feinheit, Kraft und femininer Stärke ist bislang unerreicht. Trotz enormer Produktionsmengen sind dies Spitzenweine, die ihren höchsten Ausdruck im Grand Vin des Hauses, Yquem, finden.